Masse­nent­las­sung beim DGS sorgt bei den Staatsper­son­alver­bän­den für Kopfschütteln

Der ASPV wehrt sich gemein­sam mit den anderen Ver­bän­den gegen die angekündigte Masse­nent­las­sung des DGS. Die KASPV (Kon­ferenz der Aar­gauis­chen Staatsper­son­alver­bände), der auch der ASPV ange­hört, hat dazu am Fre­itag, 16. Juli 2021 fol­gende Medi­en­mit­teilung publiziert.

Medi­en­mit­teilung KASPV

Am Don­ner­stag, 8. Juli 2021 wurde die KASPV darüber informiert, dass das Departe­ment Gesund­heit und Soziales (DGS) im Zusam­men­hang mit der Red­i­men­sion­ierung des Con­tact Trac­ing Cen­ters (CONTI) eine Masse­nent­las­sung plant und das Kon­sul­ta­tionsver­fahren eröffnet werde. Ver­wun­dert und irri­tiert nahm die KASPV zur Ken­nt­nis, dass am darauf­fol­gen­den Mon­tag das DGS bere­its mit ein­er offiziellen Kom­mu­nika­tion an die Medi­en trat, in der die Masse­nent­las­sung als unver­mei­dliche Tat­sache dargestellt wurde. Die in der KASPV organ­isierten Ver­bände empfind­en dieses Vorge­hen als äusserst befrem­dend, da das rechtlich verpflich­t­ende Kon­sul­ta­tionsver­fahren erst ange­laufen ist. Man muss dem DGS fast unter­stellen, dass es nicht am Inhalt dieses Ver­fahrens, also am Ergeb­nis der Kon­sul­ta­tion, inter­essiert ist, wobei ger­ade dieses Ver­fahren als ein Pfeil­er der Sozial­part­ner­schaft zu ver­ste­hen ist.

Neb­st dem Vorge­hen kri­tisiert die KASPV auch den Entscheid des DGS zu dieser Masse­nent­las­sung. Gemäss Infor­ma­tio­nen, welche der KASPV vor­liegen, han­delt es sich um eine Vielzahl von Mitar­bei­t­en­den mit befris­teten Verträ­gen bis zum 31. Dezem­ber 2021. Dass diese Mitar­bei­t­en­den, welche in ein­er schwieri­gen Zeit sich bere­it erk­lärt haben, den Kan­ton Aar­gau bei der Bewäl­ti­gung der Coro­na-Pan­demie zu unter­stützen, nun max­i­mal 4 Monate vor dem Ver­tragsende ent­lassen wer­den, ist höchst frag­würdig. Selb­st aus ökonomis­ch­er Sicht macht es keinen Sinn, wenn man bedenkt, welche Aufwen­dun­gen durch diese Masse­nent­las­sung auf den Kan­ton Aar­gau zukom­men. Das DGS möchte natür­lich der Aar­gauer Bevölkerung weis­machen, dass diese Mitar­bei­t­en­den nicht mehr beschäftigt wer­den kön­nen. Gle­ichzeit­ig wird in der Medi­en­mit­teilung vom 9. Juli 2021 angekündigt, dass 500 Ange­hörige des Zivilschutzes bis Ende 2021 aufge­boten wer­den kön­nen, um das DGS zu unter­stützen. Per­so­n­en, welche notabene aus der Pri­vatwirtschaft abge­zo­gen wer­den, so an ihrem Arbeit­sort fehlen wer­den und von der öffentlichen Hand bezahlt wer­den müssen. Im Weit­eren melde­ten sich in der­sel­ben Woche die Apothek­erin­nen und Apothek­er, welche die Nach­frage nach Tests kaum mehr bewälti­gen kön­nen und sich vom Kan­ton mehr Unter­stützung wünschen.

Mit ein­er vorauss­chauen­den Pla­nung seit­ens DGS hätte das Ganze ver­mieden wer­den kön­nen und eine Masse­nent­las­sung wäre nicht notwendig. Am Ende sind es aber ein­mal mehr die Mitar­bei­t­en­den, welche diese Unzulänglichkeit­en nun “aus­baden” müssen. Vielle­icht kommt das DGS noch zur Ver­nun­ft und zieht seinen Plan zur Masse­nent­las­sung zurück, ger­ade auch, wenn es sich die aktuellen, steigen­den Coro­na-Fal­lzahlen und die zu erwartende Entwick­lung zu Gemüte zu führt.