An der Bud­get­sitzung vom 17. Novem­ber 2020 hat der Grosse Rat auch über die Lohn­er­höhung für das Aar­gauer Staatsper­son­al debat­tiert. Dabei hat sich eine knappe Mehrheit gegen den Vorschlag der Regierung von 0.5 % gestellt und eine Null­runde beschlossen. Bere­its die lohn­mäs­si­gen Null­run­den und die Spar­run­den der let­zten Jahre haben bei uns zu spür­baren Ein­schnit­ten geführt, so dass wir mit diesem Beschluss noch weit­er in Rück­stand gegenüber unseren Kol­legin­nen und Kol­le­gen in den umliegen­den Kan­to­nen geraten.

Dabei dür­fen aber die ausseror­dentlichen Leis­tun­gen gross­er Teile der Kan­ton­sangestell­ten während der Krise nicht vergessen gehen: Man denke dabei beispiel­sweise an die Mitar­bei­t­en­den des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, die innert kurz­er Zeit tausende von Kurzarbeits­ge­suchen behan­delt und im Sinne der Wirtschaft schnell abgewick­elt haben. Auch haben Hot­line-Mitar­bei­t­ende nicht nur der Bevölkerung, son­dern auch vie­len Wirtschafts­be­trieben Fra­gen rund um das Coro­na-Virus und seine Auswirkun­gen beant­wortet. Nicht zulet­zt darf auch das Spi­talper­son­al nicht vergessen wer­den, welch­es uner­müdlich für unsere Gesund­heit im Ein­satz ste­ht. Dies sind nur einige Beispiele, an welchen aufgezeigt wer­den kann, dass ein stark­er Ser­vice Pub­lic wie auch motivierte und fähige Angestellte beim Kan­ton ger­ade in ein­er solchen Krise unab­d­ing­bar sind für die Bevölkerung. Lei­der wur­den diese ausseror­dentlichen Leis­tun­gen des Staatsper­son­als mit dem Null­run­denbeschluss des Grossen Rates nicht honoriert.

Selb­stver­ständlich erken­nen auch wir die Her­aus­forderun­gen, welche die aktuelle Sit­u­a­tion mit sich bringt. Die vom Grossen Rat mehrfach genan­nte Sol­i­dar­ität mit den­jeni­gen, welche von der Coro­n­a­Sit­u­a­tion stark betrof­fen sind, wird auch vom Aar­gauer Staatsper­son­al gelebt. Als fad­er Beigeschmack bleibt hinge­gen, dass der Grosse Rat in jed­er Krise den Bezug zu den Betrof­fe­nen aus der Pri­vatwirtschaft zieht, während in den guten Jahren stets behauptet wird, dass man das Aar­gauer Staatsper­son­al nicht mit der Pri­vatwirtschaft und deren Lohn­er­höhun­gen ver­gle­ichen kann. Ja was jet­zt liebe Gross­rätin­nen und Grossräte?

Die Kon­ferenz der Aar­gauer Staatsper­son­alver­bände (KASPV), welch­er auch der ASPV ange­hört, hat sich mit fol­gen­der Medi­en­mit­teilung zum Entscheid geäussert:

» Medi­en­mit­teilung KASPV vom 17. Novem­ber 2020