Die KASPV (Kon­fe­renz der Aar­gaui­schen Staats­per­so­nal­ver­bän­de), der auch der ASPV ange­hört, hat am 30. Novem­ber 2021 eine Medi­en­mit­tei­lung zur Lohn­run­de 2022 publiziert.

Medienmitteilung KASPV

Die Kon­fe­renz der Aar­gau­er Staats­per­so­nal­ver­bän­de ist mit der vom Gros­sen Rat beschlos­se­nen Lohn­er­hö­hung von 0.5 Pro­zent ange­sichts der nach wie vor her­aus­for­dern­den Lage zufrieden.

Der Kan­ton Aar­gau hat, dies wur­de erst unlängst erneut bestä­tigt, eine der kosten­gün­stig­sten und schlank­sten Staats­ver­wal­tun­gen in der Schweiz. Die lohn­mäs­si­gen Null­run­den und die wei­te­ren Spar­run­den der letz­ten Jah­re haben beim Staats­per­so­nal Spu­ren hin­ter­las­sen und einen spür­ba­ren Nach­hol­be­darf gene­riert. Zudem stieg die Teue­rung im Jahr 2021 und hat dadurch die Kauf­kraft ver­min­dert. Im 2020 als erstem Pan­de­mie-Jahr schloss der Kan­ton Aar­gau zudem mit einem ver­hält­nis­mäs­sig gros­sen Über­schuss und einem guten Ergeb­nis ab. All die­se Fak­to­ren füh­ren dazu, dass die KASPV die Lohn­run­de 2022 ver­hal­ten-zufrie­den zur Kennt­nis nimmt.

Rück­stand ver­grös­sert sich fortlaufend

Die KASPV bean­trag­te für das Bud­get 2022 eine durch­schnitt­li­che pro­zen­tua­le Erhö­hung der Löh­ne von 2.0 Pro­zent­punk­ten plus Teue­rung. Dies wäre ein Bei­trag dazu gewe­sen, den aus­ge­wie­se­nen, auf­ge­lau­fe­nen Rück­stand mit­tel­fri­stig Schritt für Schritt aus­zu­glei­chen. Dass der Gros­se Rat dem Antrag der Regie­rung nun­mehr die­ses Jahr folg­te, ent­spricht zwar nicht den Wün­schen der KASPV, ist aber ange­sichts der nach wie vor unsi­che­ren Situa­ti­on knapp zufrie­den­stel­lend. Mit dem heu­ti­gen Beschluss wird nun min­de­stens die Lohn­system­pfle­ge wie­der teil­wei­se ermög­licht. Ein Abbau des Lohn­rück­stands wird jedoch nicht vollzogen.

Noch im Jah­re 2020 bean­trag­te der Regie­rungs­rat von sich aus eine Hal­bie­rung der vor­ge­se­he­nen ein­pro­zen­ti­gen Lohn­sum­men­er­hö­hung. Das Kan­tons­par­la­ment strich dann Ende 2020 in der Bud­get­de­bat­te auch das ver­blei­ben­de hal­be Pro­zent. Die sei­ner­zei­ti­gen dif­fu­sen Begrün­dun­gen in Rich­tung Sym­bol­po­li­tik sowie die teil­wei­se ver­mut­lich feh­len­de Kennt­nis der Funk­ti­ons­me­cha­nis­men des aktu­el­len Lohn­sy­stems führ­ten im 2021 zu einer wei­te­ren Lohn­re­duk­ti­on: ca. 0.5% plus Muta­ti­ons­ef­fekt garan­tie­ren die Lohn­system­pfle­ge, mit mehr als 0.5% kön­nen Rück­stän­de aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­holt wer­den, mit weni­ger als 0.5% resul­tiert ein Abbau.

Die KASPV wünscht sich, dass die (bean­trag­ten) Lohn­be­schlüs­se von Regie­rung und kan­to­na­lem Par­la­ment nach Spar- und Kri­sen­jah­ren nun­mehr einer guten Per­so­nal­po­li­tik fol­gen. Der Aar­gau muss als Arbeit­ge­ber an Attrak­ti­vi­tät gewin­nen und will die Her­aus­for­de­run­gen der näch­sten Jah­re mit gutem, wei­ter­hin moti­vier­tem Per­so­nal anpacken. Die KASPV akzep­tiert die aus­ser­or­dent­li­che Lage und das Staats­per­so­nal trägt seit Aus­bruch der Pan­de­mie sei­nen Teil bei. Vie­le der Mit­glie­der unse­rer Ver­bän­de sind in system­re­le­van­ten Berei­chen und Beru­fen tätig. Sie erwar­ten zurecht, dass jetzt die immer grös­ser wer­den­den Lohn­rück­stän­de ange­gan­gen und abge­baut werden.