Die APK hat am 30. Sep­tem­ber 2020 auf ihrer Inter­net­sei­te mit­ge­teilt — ohne (gleich­zei­ti­gen) direk­ten Infor­ma­ti­ons­fluss an die Ver­si­che­rungs­neh­men­den und den ASPV -, dass der Umwand­lungs­satz zum vier­ten Mal seit dem Pri­mat­wech­sel anfangs 2008 gesenkt wird. Nun soll der Umwand­lungs­satz ab 2022 stu­fen­wei­se von 5.3 % auf 5 % gesenkt werden.

Die Sen­kung bedeu­tet, dass pro CHF 100’000 Alters­ka­pi­tal im Ren­ten­fall (mit Ren­ten­al­ter 65) noch CHF 5’000 Jah­res­ren­te bezahlt wer­den. Im Jah­re 2007 lag die Jah­res­ren­te pro CHF 100’000 noch bei CHF 7’200 mit Ren­ten­al­ter 63. Ver­gleicht man die bei­den Beträ­ge, so wer­den die Mit­ar­bei­ten­den ab 2024 mit mehr als 30 % weni­ger Ren­te in Pen­si­on gehen, als jemand der 2007 pen­sio­niert wur­de. Wir Arbeit­neh­men­den haben in all die­sen vier Sanie­rungs­schrit­ten die Last allei­ne getragen.

Aus Sicht des ASPV ist die erneu­te Sen­kung des Umwand­lungs­sat­zes ein völ­lig über­ha­ste­ter und unbe­grün­de­ter Schritt. 2019 hat die APK ein Net­to­er­geb­nis von CHF 1’049 Mio. aus­ge­wie­sen, was einer Gesamt­per­for­mance von 9.92 % ent­spricht. Das ist gross­ar­tig. Das zu erwar­ten­de Ergeb­nis für 2020 ist sicher­lich bela­stet durch Ein­schrän­kun­gen aus den Fol­gen der Pan­de­mie. Trotz­dem ist Schwarz­ma­len fehl am Platz. Der Akti­en­markt Schweiz zeigt, dass der Swiss Mar­ket Index (SMI) im Moment trotz Coro­na-Pan­de­mie ledig­lich ca. 4 % tie­fer steht als Ende 2019. Ein Zwi­schen­stand, der posi­tiv über­rascht und kaum für die Begrün­dung einer Sen­kung des Umwand­lungs­sat­zes her­an­ge­zo­gen wer­den kann. Die APK zeich­net nicht nur da ein düste­res Bild auf hypo­the­ti­schen Annah­men ohne kon­kre­te Faktenlage.

Es hat schlicht kei­nen Grund für eine erneu­te Sen­kung des Umwand­lungs­sat­zes gege­ben. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass dies ein­mal mehr ohne finan­zi­el­le Betei­li­gung der Arbeit­ge­ber­schaft gesche­hen ist. Das ist ein ein­sei­ti­ger Ent­scheid gewe­sen und wird unse­rer­seits nicht goutiert.

Der ASPV wird die Sache genau ana­ly­sie­ren und behält sich wei­te­re Schrit­te vor.